Inzwischen lohnt es sich aber, bei diversen Handelsketten und Discountern mal nach "alterntiven" Nudeln zu schauen. Da gibt es mittlerweile eine erstaunliche Auswahl an Produkten, die hauptsächlich aus Mehl aus Hülsenfrüchten hergestellt sind und daher weniger "leere" Kohlehydrate, dafür aber viel mehr Eiweiß und Ballaststoffe enthalten.
Risoni und Penne aus roten Linsen bringen 23 g Eiweiß pro 100 g mit, statt Reis oder normale gf Nudeln mit nur etwas über 6 g Eiweiß.
Strozzapreti ebenfalls aus roten Linsen punkten mit gut 27 g Eiweiß, tragen allerdings einen Hinweis auf mögliche Spuren von Gluten. Ich habe sie bisher problemlos vertragen und "arbeite" inzwischen an der zweiten (oder dritten?) Packung.
Fusili aus Kichererbsenmehl haben 22 g, gegenüber Fusili aus 98 % Mais mit nur 6,4 g Eiweiß.
Nudeln aus 98 % grünen Erbsen mit 19 % Eiweiß sind auch gut dabei.
Die Produkte habe ich in verschiedenen Läden im 500 m Umkreis meiner Küche gekauft, nur eines ist mir aus dem Versandhandel zugelaufen. Bis auf ein Produkt kommen aber auch alle aus der gleichen Nudelfabrik, nämlich einem Unternehmen auf der schwäbischen Alb, das auch noch viele andere gf Produkte im Sortiment hat. Nur das Produkt mit dem Spurenhinweis kommt offenbar aus einem anderen Betrieb, wo die angegebene Firma sonst glutenhaltige Nudeln produziert - aber nicht in der gleichen Ausformung wie die Linsennudeln. So würde es mich nicht überraschen, wenn auch die klammheimlich ihren wahren Ursprung dort haben, wo die anderen herkommen. Auf jeden Fall muss nichts davon erst über die Alpen gekarrt werden, um in unseren Töpfen zu landen.

Noch etwas, das für diese besonderen glutenfreien Nudeln spricht: Die dafür verwendeten Hülsenfrüchte enthalten von Natur aus schon viel von der darmfreundlichen resistenten Stärke.